76,5 Kilometer im purem Sonnenschein zum Weserstein

Die Gefühle sind heute gemischt. Einerseits sind wir traurig, dass die Herzenstour 2021 ihr Ziel erreicht hat, aber auf der anderen Seite freuen wir uns, dass wir trotz vieler Widerstände (Wind und Regen) stark geblieben sind und heute bei purem Sonnenschein den Weserstein erreicht haben. Wir sind in Höxter gestartet und haben uns heute bewusst viel Zeit gelassen. Das Wetter war ja optimal dafür. 

 

Nach kurzer Zeit haben wir endlich einen geeigneten Sandstrand gefunden, an dem Linda ihren tradtionellen Herzenstourschriftzug verewigen konnte. 

 

In Bad Karlshaven haben wir unsere erste Pause eingelegt, da man dort wunderschön auf die Weser blicken sollte. Philipp war, wie sollte es auch anders sein, mit essen beschäftigt. So eine Pause entspannt wirklich, aber wir verraten euch ein Geheimnis: Es ist nach einer entspannten Phase gar nicht so leicht wieder auf das Fahrrad zu steigen.

 

Heute war es Uwe, der Ausschau nach offenen Kirchen gehalten hat. In Lauenförde haben wir auch eine gefunden und Philipp durfte nach Rücksprache mit der Kirchenvorstandsvorsitzenden, Frau Reinken, ganz offiziell an der Orgel spielen. Hier ein kleiner Auszug davon:

 

https://youtu.be/a9yU0y61zBQ

 

Wenige Kilometer danach haben wir einen weiteren Zwischenstop eingelegt, denn Uwe und Philipp haben Linda versprochen, dass sie noch irgendwo gemeinsam Softeis essen. Nachdem wir mit der Fähre übergesetzt haben, hat Linda auch schnell einen Softeisstand gefunden, der direkt am Radweg war. Besser konnte es ja nicht laufen und wir drei bestätigen, dass es wirklich sehr lecker war.

 

Heute hatten wir den meisten Anstieg und es galt mehr als 500 Höhenmeter zu überwinden. Das war bei der Hitze gar nicht so leicht, aber wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Was Linda und Philipp nicht wussten, war, dass Uwe eine Wasserspritzpistole eingepackt hatte. Diese kam aufgrund des bisherigen, schlechten Wetters nur nicht zum Einsatz. Der Sonnenschein bot sich heute gut dafür an und so hat er uns die Hitze ein klein wenig erträglicher gemacht. Und ja, auch andere Radfahrer wurden mit Wasser attackiert - Wir hatten Spaß daran. 

 

In der Klostermühle Bursfelde konnten wir uns etwas stärken, da der Inhaber unser Projekt unterstützt hat. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür. 

 

Die Marienkirche Gimte blieb vor einer illegalen Orgelbespielung bewahrt, da der Zugang zur Empore gut abgesichert war. (Sie wissen wohl schon warum ;-)) 

 

Weniger Kilometer später haben wir dann schon den Weserstein in Hannoversch-Münden erreicht. Gestern haben wir euch erzählt, warum man nicht von einer Quelle sprechen kann. Die Flüsse "Werra" und "Fulda" fließen hier zusammen und werden gemeinsam zu einem neuen Fluss, der "Weser". 

 

Deshalb trägt der Stein auch folgende Aufschrift: 

 

"Wo Werra sich und Fulda küssen. Sie ihre Namen büssen müssen. 

Und hier entsteht durch diesen Kuss, Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss"

Aufschrift Hann. Münden 31. Juli 1899

 

Wir werden uns heute noch in der Stadt umsehen und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Leider wohnen wir drei sehr weit voneinander entfernt und so fällt uns der Abschied morgen sicher nicht leicht. Wir wissen noch nicht wann und wo, aber wir wissen, dass wir uns schon auf das nächste Mal freuen.

 

Es war wieder eine wunderbare Herzenstour. Wir haben viele freundliche Menschen getroffen und auch in diesem Jahr war sie viel zu schnell vorbei. Wobei es ganz gut ist, dass heute die letzte Etappe war, denn Uwe muss dringend sein Hinterrad reparieren. Die Tour hat ihm schon drei Speichen gekostet. Vielen Dank an alle, die unseren Blog verfolgt und unsere Konzerte besucht haben. Es würde uns sehr freuen, wenn ihr einen Kommentar im Gästebuch hinterlegt, wie ihr den Blog empfunden habt und ob ihr euch das auch für die nächste Tour wünscht. Bis bald und alles Gute für euch. Euer Herzenstour-Team

 

 

Linda & Philipp Zeiler mit Uwe Kirchhoff

 

 

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