64,3 Kilometer nach Minden - endlich trocken am Ziel...

Der heutige Tag stand unter einem besseren Stern. Wir mussten zwar wieder mit dem Gegenwind kämpfen, aber es hat zumindest nicht so doll geregnet wie die anderen Tage. Und der Tag verlief pannenfrei. So konnten wir heute wirklich entspannt mit dem Fahrrad fahren. 

 

Wir haben heute auch kurz eine Tour nach Rußland gemacht. Dieser kleine Ort gehört zu Petershagen, was es aber genau damit auf sich hat, haben wir nicht genau herausgefunden. 

 

In Buchholz haben wir eine Pause an der Weser eingelegt. In dem Ort gab es auch eine Kirche. Philipp sollte mal vorfahren und schauen, ob diese auch offen ist. Als Linda und Uwe sich der Kirche näherten hörten sie schon die Klänge der Orgel. Philipp hatte sich den Zugang zur Empore beschafft und zufällig stecke der Schlüssel zur Orgel - Und was macht so ein Organist dann? Natürlich probieren, wie das Instrument so klingt. Linda und Uwe wundern sich mittlerweile nicht mehr über Aktionen dieser Art.

 

Gegen 14.30 Uhr haben wir die Stadt Minden erreicht und ein schönes Foto vor der Schleuse gemacht. Das teilen wir natürlich mit euch. Nach einer weiteren, kurzen Pause ging es weiter in Richtung Porta Westfalica. Man konnte vom Radweg aus das berühmte Denkmal vom Ort erkennen. Glücklicherweise wurde der Radweg immer besser, sodass wir zum Schluss nochmal gut Kilometer gespult haben. Gegen 15 Uhr haben wir uns dann vor dem Klinikum in Minden mit Frau Bahl und Frau Wolf von der Initiative Eltern krebskranker Kinder getroffen. Wir wurden herzlich mit einem kleinen Buffet empfangen.  Wir kamen ins Gespräch über die Arbeit des Vereins und wie wichtig, die Erhaltung des Eltern-Kind-Kontaktes während des Klinikaufenthaltes ist. Die Kinderkrebsstation ist die einzige Station im Klinikum, die mit einem Balkon ausgestattet ist, damit die Kinder auch mal an die frische Luft können. Dafür wurde sich beim Bau des Klinikums besonders starkt gemacht. Wir können nur bestätigen, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins mit vollem Herzblut für ihre Arbeit engagieren. Somit können wir sichergehen, dass jede Spende in diesem Projekt zu einhundert Prozent in guten Händen ist.  Wir hätten noch Stunden weiter reden können, aber der nächste Termin stand an. 

 

Uwe's Frau hatte uns abgeholt, da wir für ein Benefizkonzert in Schnathorst einen Abstecher gemacht haben. Denn der Ort ist die Heimat von ihm und es war sein großer Wunsch, dass wir auch hier in "seiner" Kirche ein Konzert gestalten. Natürlich haben wir diesen Wunsch umgesetzt. Nach dem Kaffeetrinken bei der Familie ging es zur Kirche und Philipp hatte sich sofort in die Orgel verliebt. Eine relativ kleine Orgel mit über 1000 Speichermöglichkeiten für die Registerzüge. Das spart dem Organisten sehr viel Arbeit, wenn man viel registrieren muss, da man mit einem Knopfdruck seine bevorzugten Register wählen kann. Am liebsten hätte er die Orgel abgebaut und mit nach Hause genommen. Das Konzert in Schnathorst war insgesamt ein voller Erfolg. Die Harmonie der Stimmen von Uwe und Philipp wurde wieder bestätigt und Lindas Rede sorgte wieder für Berührung der Herzen und tränende Augen. Auch die Vorstellung des Mutperlenprojektes weckte jede Menge Neugier bei den Gästen. 

 

Wir freuen uns, dass wir an diesem Tag so viele schöne Dinge erlebt haben. Und wir sagen es nochmal: Der Verein in Minden ist jeden einzelnen Tag, den wir gegen den Wind oder den Regen kämpfen wert. Heute Nacht schlafen wir bei Uwe und morgen steht dann eine Etappe in die Rattenfängerstadt Hameln an. Da heißt es dann 70 Kilometer für den guten Zweck.