Etappe 7 Wittenberge nach Hitzacker

76,8 Kilometer

Normalerweise wollten wir auch heute wieder zeitig aufbrechen, da unsere längste Etappe der Herzenstour 2022 auf dem Tagesplan stand. Als Uwe auf den Regenradar schaute, warf er die Idee ein, dass wir noch eine halbe Stunde warten sollten. Wir haben aus unserem Fehler letztes Jahr gelernt. Auf dem Weg nach Verden sind wir die ganze Zeit MIT der Regenfront gefahren. Dieses Mal ließen wir diese erst einmal vorbeiziehen. Wir haben zwar trotzdem noch Nieselregen abbekommen und mussten auf unsere Herzenstourjacken zurückgreifen, aber insgesamt war es aushaltbar und wir sind nicht wieder völlig durchnässt in unserem Ziel angekommen.

 

Zunächst fuhren wir von Wittenberge den Elberadweg rechtselbisch bis wir die Fähre Ilka von Lütkenwisch nach Schnackenburg erreichten und damit wieder den Fluss überquerten. Dort befindet sich auch eine Mahn- und Gedenkstätte für Opfer des DDR-Regimes, die ihre Fluchtversuche über die ehemalige, innerdeutsche Grenze nicht überlebt haben.

 

In Gorleben hatten wir mehr als die Hälfte unserer Strecke geschafft. Normalerweise standen ca. 90 Kilometer in der Planung, aber die Tour wurde bei Komoot nochmal umgeplant und die Gesamtstrecke verkürzte sich deutlich. Im Ort angekommen haben wir uns mit einer kleinen Zwischenmahlzeit gestärkt, um weiter kraft für den Gegenwind zu haben, der uns heute nicht ganz in Ruhe gelssen hat.

 

Circa 15 Kilometer vor Hitzacker haben wir nochmal eine kleine Kaffeepause an der Elbe eingelegt, da der Weg heute doch anstrengender als die anderen Tage war. Bisher hatten wir noch keine Schafe auf dem Radweg, aber dafür konnten wir heute welche am Radweg treffen.

 

In Hitzacker treffen wir uns heute noch mit einem Journalisten der Elbe-Jeetzel-Zeitung und werden von unserem Projekt und über unsere Erlebnisse berichten. Heute werden wir noch etwas Kraft sammeln und uns leider mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass morgen schon unsere letzte Etappe stattfindet. Die Herzenstour ist nicht nur als Projekt gewachsen, sondern hat uns auch als Freunde zusammengeführt, wofür wir sehr dankbar sind. Aus diesem Grund ist die letzte Etappe für keinen von uns leicht.